Schlafstörungen, was tun?

Ursachen von Schlafstoerungen beseitigen und endlich wieder gut schlafen

Wie Schlafstörungen das Gedächtnis beeinträchtigen

Montag 26. November 2012 von Schlafratgeber

Eine neue Studie an der Universität Freiburg belegt, dass Schlaf für Lernprozesse und die Ver-arbeitung des tagsüber Erlebten dringend notwendig ist: Schlafstörungen beeinflussen die Gedächtnisleistung.

Experten gehen davon aus, dass es so etwas wie eine „schlafassoziierte Gedächtnis-konsolidierung“ gibt, so dass tagsüber Gelerntes sich während des Schlafs festigt. „Welche Schlafdosis notwendig ist, um Gedächtniskonsolidierung zu ermöglichen, weiß man noch nicht genau“, so Dr. Christoph Nissen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik Freiburg. „Es spricht jedoch einiges dafür, dass dazu auch bereits geringere Schlafmengen ausreichen.

Schlafstörungen schaden dem Gedächtnis

Schlafstörungen schaden dem Gedächtnis

Man muss also nicht unbedingt jede Nacht acht oder neun Stunden schlafen, um ein ‚gutes Gedächtnis‘ zu bekommen“. Gehirn- und Schlafforscher interessiert es, welche Schlafstadien für welche Lernprozesse besonders wichtig sind und welche Gedächtnisleistungen unter einem gestörten Schlaf am meisten leiden.

Um das herauszufinden, legten die Freiburger Wissenschaftler Patienten mit Schlafstörungen und Testpersonen mit mittelschwerer Schlafapnoe (Patienten mit Atemstillständen während des Schlafs) abends und morgens verschiedene Lernaufgaben vor.

Schlafstörungen - endlich wieder gut schlafen können

Zur Testung des prozeduralen (unbewussten) Gedächtnisses sollten die Versuchspersonen mit einem elektronischen Sensorstift die Umrisse mehrerer Figuren so schnell und genau wie möglich nachzeichnen, konnten die Vorlagen aber nur in einem Spiegel erkennen. Als deklarative (bewusste) Gedächtnisaufgabe sollten sie sich mit einem Stadtplan den Verlauf eines Weges einprägen und diesen dann später in einen identischen Stadtplan einzeichnen.

Die abendlichen und morgendlichen Leistungswerte der Tests wurden miteinander verglichen. Parallel dazu wurde der Nachtschlaf der Probanden untersucht, die ein Schlaftagebuch führten und Fragebögen zu Schlafqualität und Tagesschläfrigkeit ausfüllten.

Schlafdauer und Schlafarchitektur waren bei den Patienten erheblich beeinträchtigt: Sie schliefen kürzer, wachten häufiger auf und hatten weniger REM-Schlaf als die Probanden aus der gesunden Kontroll-gruppe.

Bei der subjektiven Einschätzung ihrer Gedächtnisleistung auf einer Skala von 0 (schlecht) bis 100 (sehr gut) gaben die Patienten deutlich schlechtere Werte an als die gesunden Kontrollprobanden.

Abends vor dem Schlafen waren ihre Gedächtnistestergebnisse genauso gut wie die der gesunden Versuchspersonen, morgens nach dem Aufwachen aber sehr viel schlechter – ein eindeutiger Hinweis darauf, dass der gestörte Schlaf die Gedächtniskonsolidierung beeinträchtigte. Vor allem das prozedurale Gedächtnis war davon betroffen.

Damit steht nun erstmals fest, dass chronische unbehandelte Schlafstörungen die Gedächtnisleistung beeinträchtigen.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 26. November 2012 um 15:43 und abgelegt unter Einschlafprobleme, Einschlafschwierigkeiten, endlich gut schlafen, endlich wieder gut schlafen, Medikamente zum schlafen, RLS - Restless Legs Syndrom, Schlafbedürfnis, Schlafhilfen, Schlafkompression, Schlaflosigkeit, Schlafmangel, Schlafmittel, schlafprobleme, Schlafresriktion, Schlafstörungen, Schlaftabletten, Schlaftipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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