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Warum Schlafmangel richtig gefräßig macht

Donnerstag 7. März 2013 von Schlafratgeber

Wer zu wenig schläft, neigt zu einem größeren Appetit und wird im Zweifel dick. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt, was hinter dem Effekt stecken könnte: Schuld sind demnach Hormone – bei Männern und Frauen allerdings auf ganz verschiedene Art und Weise.

An manchen Tagen kann man einfach nicht genug bekommen: Trotz der großen Portion Spaghetti mit Pesto muss noch ein Schälchen Mousse au Chocolat zum Nachtisch her, auch nach zwei Brötchen zum Frühstück scheint das Völlegefühl in weiter Ferne. Der Auslöser des großen Appetits könnte in der Nacht liegen, konnten Forscher jetzt zeigen. Demnach sorgen Hormone dafür, dass Schlafstörungen und Schlafmangel gefräßig macht.

Übergewicht und Schlafmangel

Übergewicht und Schlafmangel

Bereits bei mehreren Untersuchungen hatten Wissenschaftler beobachtet, dass Menschen, die nur wenig schlafen, tendenziell auch dicker sind. Bisher war allerdings noch weitgehend unklar, was genau hinter dem Effekt steckt: Welche Prozesse werden im Körper durch den Schlafmangel angestoßen, die die Speckröllchen auf der Hüfte wachsen lassen?

Um den Zusammenhang genauer zu ergründen, luden US-Forscher um Marie-Pierre St-Onge von der Columbia University 27 gesunde, normalgewichtige Männer und Frauen ins Schlaflabor ein. Alle Teilnehmer waren zwischen 30 und 45 Jahre alt und schliefen normalerweise zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht.

Der erste Besuch im Schlaflabor endete für die freiwilligen Teilnehmer unangenehm: Drei Nächte hintereinander scheuchten die Forscher die Teilnehmer nach nur vier Stunden Schlaf aus den Betten. Eine zweite Versuchsphase hingegen, drei Wochen später, fiel für die Probanden wesentlich angenehmer aus. Diesmal durften sie drei Nächte hintereinander neun Stunden lang schlummern.

Frauen reagieren anders als Männer

Um zu beobachten, wie sich der verkürzte Schlaf auf den Körper auswirkt, nahmen die Forscher den Versuchsteilnehmern während der Zeit regelmäßig Blut ab und analysierten in den Proben die Menge an Glukose, Insulin und verschiedenen anderen Hormonen, die das Hungergefühl regulieren. Außerdem dokumentierten sie das Essverhalten der Teilnehmer.

Beim Insulin- und Glukosepegel konnten die Forscher durch den Schlafmangel keine Unterschiede ausmachen. Dafür stießen sie jedoch auf andere Hormone, die hinter der Kurzschlaf-Gefräßigkeit stecken könnten: Männer, die nur kurz schliefen, hatten am Morgen einen erhöhten Spiegel des appetitanregenden Hormons Ghrelin und somit ein verstärktes Hungergefühl, berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift “Sleep”.

Bei den Frauen hingegen beeinflusste der Schlaf die Ghrelin-Konzentration nicht. Dafür allerdings hatten die Versuchsteilnehmerinnen nach den kurzen Nächten am Nachmittag geringere Mengen des Hormons GLP-1 im Blut, das das Sättigungsgefühl stimuliert – und den Körper eigentlich vor maßlosen Mahlzeiten schützt. Bei den Männern hingegen konnten die Forscher diese Entwicklung nicht beobachten.

Zwar müssen die Ergebnisse erst noch in größeren Studien bestätigt werden. Indirekt konnten die Forscher sie allerdings schon kontrollieren: Nach den kurzen Nächten aßen die Studienteilnehmer tatsächlich mehr als an ausgeschlafenen Tagen, im Schnitt verzehrten sie 300 Extra-Kilokalorien. Demnach könnte der Schlaf neben der richtigen Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle beim Halten einer schlanken Linie spielen. Quelle: www.spiegel.de

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 7. März 2013 um 09:46 und abgelegt unter Durchschlafstörungen, Einschlafprobleme, Einschlafschwierigkeiten, endlich gut schlafen, endlich wieder gut schlafen, Medikamente zum schlafen, Schlaflosigkeit, Schlafmangel, schlafprobleme, Schlafstörungen, Schlaftipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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