Schlafstörungen, was tun?

Ursachen von Schlafstoerungen beseitigen und endlich wieder gut schlafen

Schlaftabletten absetzen… und dann?

Dienstag 18. Oktober 2011 von Schlafratgeber

Wie äußert sich eine Schlafstörung nach Absetzen eines Schlafmittels? Ist damit schon nach vierwöchiger Einnahme zu rechnen? Und vor allem: Was tun?

Eine Schlafmittelabsetz-Schlafstörung wird auch als „Rebound-Insomnie“ bezeichnet. Rebound bedeutet so viel wie Rückschlag. Es kommt in den Tagen nach Weglassen des Schlafmittels zu einer Verschlechterung des Schlafes unter das Ausgangsniveau. Wenn jemand zum Beispiel eine Stunde zum Einschlafen gebraucht hat und mithilfe eines Schlafmittels in weniger als 30 Minuten einschlafen konnte, kann es im Rahmen einer Schlafmittelabsetz-Schlafstörung vorkommen, dass er vorübergehend deutlich länger als eine Stunde zum Einschlafen braucht. Diese Schlafmittelabsetz-Schlafstörungen treten vor allem nach Absetzen von Beruhigungs- und Schlafmitteln vom Typ der sogenannten Benzodiazepine wie auch der besonders häufig verwendeten Schlafmittel Zopiclon und Zolpidem auf. Sie dauern meist einige Tage.

Es geht auch ohne Schlaftabletten ...

Es geht auch ohne Schlaftabletten ...

Nach längerer Einnahme dieser Medikamente können sie sich auch über ein bis zwei Wochen hinziehen und sehr ausgeprägt sein. Bereits eine vierwöchige Einnahme typischer Schlafmittel wie ein Benzodiazepin genügt, damit eine leichte Schlafmittelabsetz-Schlafstörung auftritt.

Um Entzugserscheinungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, ein längere Zeit eingenommenes Schlafmittel langsam, also „ausschleichend“, abzusetzen. Um das Absetzen zu erleichtern, können während der Zeit des Absetzens vorübergehend auch alternative Schlafmittel, die keine Gewöhnungserscheinungen oder Absetzphänomene hervorrufen, eingenommen werden (siehe dazu die Frage aus dieser Sprechstunde: „Wenn jemand wegen starker Stressbelastung schlecht schläft, seine Leistungsfähigkeit darunter leidet, was den Stress noch erhöht, er aber nicht aus dem Teufelskreis herauskommt: Ist es gerechtfertigt, in dieser Phase ein Hypnotikum (und welches?) regelmäßig einzunehmen?”).

Eine Schlafmittelabsetz-Schlafstörung geht wieder vorüber und sollte von dem Betroffenen nicht dahingehend interpretiert werden, dass er – Zitat eines Betroffenen – „ohne Schlafmittel gar nicht mehr schlafen kann“.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 18. Oktober 2011 um 06:36 und abgelegt unter Durchschlafstörungen, Einschlafprobleme, Einschlafschwierigkeiten, endlich gut schlafen, endlich wieder gut schlafen, Medikamente zum schlafen, Schlafbedürfnis, Schlafkompression, Schlaflosigkeit, Schlafmangel, schlafprobleme, Schlafprobleme bei Kindern, Schlafresriktion, Schlafrhytmus, Schlafstörungen, Schlaftabletten, Schlaftipps, schnarchen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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