Schlafstörungen, was tun?

Ursachen von Schlafstoerungen beseitigen und endlich wieder gut schlafen

Schlafstörungen – immer mehr Menschen leiden darunter

Freitag 25. Oktober 2013 von Schlafratgeber

Schon in den vergangenen Jahren gab es vermehrt Berichte darüber, dass hier mit Blick auf Deutschland zahlreiche Menschen immer öfters unter Schlafstörungen leiden.

Wer nicht genügend Schlaf erhält, bei dem zeigt sich auch eine teils deutlich verminderte Leistungsfähigkeit. In der Bundesrepublik sind mittlerweile fast 7,4 Millionen Menschen von Schlafstörungen betroffen, wobei die Tendenz eher nach oben als nach unten geht. Unter anderem zählt auch Stress im Beruf oder Alltag als Grund für den gestörten Schlaf. Viele schleppen den Arbeitsalltag mit nach Hause und kontaminieren somit auch die freie Zeit mit “Arbeitsgedanken”.

Endlich wieder richtig gut schlafen können...

Endlich wieder richtig gut schlafen können…

 

Oft wird die Problematik des schlechten Schlafens auch zu spät als wirkliches Problem erkannt und wenn meist auch falsch behandelt. Weitere mit einfließende Faktoren für den schlechten Schlaf des “normalen” Arbeitnehmers oder auch einer Führungsperson sind teils auch eine ständige Erreichbarkeit oder zunehmende Schichtarbeit. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) diskutieren nun wieder zahlreiche Ärzte, Wissenschaftler und Praktiker über neue Erkenntnisse zur Thematik. Die aus Schlafmangel entstehenden Probleme können auch mit Arbeitsausfällen verknüpft sein oder Personen gehen früher in Rente und müssen mit Leistungskürzungen zurechtkommen.

Die wirtschaftlichen Folgen bezeichnet Alfred Wiater, Vorsitzender der DGSM, als problematisch, denn die Gesellschaft muss durch die Folgen der Arbeitsausfälle oder früherer Renten noch mal so viel wie für die medizinische Behandlung aufwenden. Der Experte auf dem Gebiet der Ein- und Durchschlafstörungen Hans-Günter Weeß gib zu verstehen, dass zahlreiche betroffene Personen auch falsch behandelt werden. Demnach sei recht oft zu beobachten, dass Patienten Medikamente erhalten, welche aber nicht die psychologischen Ursachen bekämpfen können und darüber hinaus teils auch süchtig machen.

Vielmehr würden Verhaltenstherapien einen größeren Erfolg versprechen, als gleich zur “Chemiekeule” zu greifen. Der DGSM-Tagungspräsident Richard Schulz gibt zu verstehen, dass Schlafstörungen nicht unterschätzt werden sollten.

Ausreichender und nicht gestörter Schlaf sind für die gesamte Gesundheit wichtig – Schlaferkrankungen auf der anderen Seite sind jedoch ein Risikofaktor für die Gesundheit. Ebenfalls werden nächtliche Atempausen angesprochen, welche einen hohen Blutdruck verursachen können, was wiederrum ein höheres Risiko für Herzinfarkte oder Herz-Kreislauf-Störungen mit sich bringt. Anhang: In einer Studie der Universität von Surrey (England) kam vor einigen Jahren heraus, dass die Bedürftigkeit nach Schlaf im Alter sinken würde. Die Forschungsergebnisse wurden in der US-amerikanischen Fachzeitschrift “Sleep” veröffentlicht.

Man konnte diesen Studienergebnissen zufolge feststellen, dass die 66- bis 83-Jährigen durchschnittlich rund zwanzig Minuten täglich weniger als die 40- bis 55-Jährigen schliefen, diese wiederum schliefen 23 Minuten pro Tag weniger als die 20- bis 30-Jährigen.

Ebenfalls stellte man fest, dass ältere Menschen in der Nacht häufiger aufwachen und die Tiefschlafphasen kürzer werden. Untersuchungen der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zufolge hieß es in 2009, dass wer lange arbeitet, der schläft auch schlechter. Lange Arbeitszeiten hatten diesen Auswertungen zufolge auch das Risiko von Rückenschmerzen und Herzbeschwerden erhöht. Verstärkt hatten sich Schichtarbeit oder Wochenendarbeit ausgewirkt. Auf der anderen Seite klagte nur jeder zehnte Befragte in Teilzeit, mit weniger als 19 Wochenarbeitsstunden, über Schlafstörungen.

Bei jenen die in Vollzeit beschäftigt waren (35-44 Stunden die Woche) klagte schon jeder Fünfte über Schlafstörungen. Bei Personen die mehr als 60 Stunden die Woche arbeiteten, klagte jeder vierte Befragte über Schlafprobleme. Forscher der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh kamen vor einigen Jahren zu dem Ergebnis, dass zu wenig Schlaf auch die Erkältungsgefahr erhöht.

Diesen Untersuchungsergebnissen zufolge stellte sich heraus, dass wer weniger als sieben Stunden schlief, der hatte ein drei Mal höheres Risiko eine Erkältung zu bekommen. Die Studie wurde im Fachmagazin “Archives of Internal Medicine” veröffentlicht. Dass dabei Schlafmangel das Immunsystem schwächen kann, hatten auch schon frühere Studien angedeutet. An dieser nahmen 153 gesunde Probanden (durchschnittliches Alter lag bei 37) teil, bei denen man zwischen 2000 und 2004 die Schlafgewohnheiten untersuchte.

Seitens der Universität Descartes in Paris hieß es in 2008 durch Damien Léger, dass Nachtschichten oder wechselnde Arbeitszeiten bei vielen Betroffenen zu Schlaflosigkeit und/oder einem höheren Krankheitsrisiko führten. Französische Arbeitnehmer, die mit wechselnden Arbeitszeiten konfrontiert waren, sowie mit Nachtschichten, hatten diesen Untersuchungsergebnissen zufolge pro Tag im Schnitt eine Stunde weniger geschlafen als eigentlich für sie richtig gewesen wäre, sagte Léger damals auf einer Konferenz des französischen Gesundheitsministeriums.

Weiterhin konnte man feststellen, dass Schlaflosigkeit zu einem Mangel an Aufmerksamkeit oder auch unregelmäßige Arbeitszeiten zu Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie Übergewicht führte. Einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH-Allianz unter 1006 Personen aus dem Jahr 2010 zufolge litt schon damals fast jeder zweite Befragte in Deutschland nach der Umstellung auf die Sommerzeit unter Schlafproblemen. Die meisten Menschen hatten mindestens einen Tag benötigt, um wieder in den normalen Schlafrhythmus zu kommen. Man ging in dieser Umfrage aber nicht nur auf die Zeitumstellung ein. So zeigte sich ebenfalls, dass jeder Dritte dieser befragten Personen gelegentlich unter Schlafstörungen litt – Frauen waren häufiger betroffen als Männer.

Fast 40 Prozent der Frauen gaben an, sie wachten in der Nacht häufig auf und konnten am Abend schlecht einschlafen – bei den männlichen befragten Personen waren es 30 Prozent. Mehr als die Hälfte gab eigenen Annahmen zufolge Stress im Beruf als Grund für Schlafprobleme an – danach folgten “private Sorgen” oder “das Schnarchen des Partners”. Zu den oben kurz angeführten Atemaussetzern in der Nacht hieß es in 2009 laut einer Studie (in der 6000 Männer und Frauen eingebunden wurden) der John Hopkins Universität in Baltimore (welche in der Medizinzeitschrift PLoS veröffentlicht worden war), dass regelmäßige Atemaussetzer beim Schlafen in der Nacht zu Bluthochdruck, Herzinfarkten oder auch Schlaganfällen führen können.

Schwere Atemstillstände beim Schlafen erhöhen entsprechend die Gefahr eines vorzeitigen Todes. Das damals festgestellte Risiko lag bei Erwachsenen mit schwerer Schlaf-Apnoe (o.a. “Atemstillstand”) gut anderthalb Mal höher, als bei erwachsenen Personen ohne solche Schlafstörungen. Man stellte fest, dass männliche Personen zwischen 40-70 Jahren ein doppelt so hohes Risiko trugen, welche unter schweren Apnoen litten. Jeder vierte Mann und jede zehnte Frau litten unter nächtlichen Atemaussetzern.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 25. Oktober 2013 um 08:30 und abgelegt unter Durchschlafstörungen, Einschlafprobleme, Einschlafschwierigkeiten, endlich gut schlafen, endlich wieder gut schlafen, Medikamente zum schlafen, RLS - Restless Legs Syndrom, Schlafapnoe, Schlafbedürfnis, Schlafhilfen, Schlafkompression, Schlaflosigkeit, Schlafmangel, Schlafmittel, schlafprobleme, Schlafprobleme bei Kindern, Schlafresriktion, Schlafrhytmus, Schlafstörungen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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