Schlafstörungen, was tun?

Ursachen von Schlafstoerungen beseitigen und endlich wieder gut schlafen

Schlafstörungen und Fatigue sind bei Rheuma häufig anzutreffen

Dienstag 28. April 2015 von Schlafratgeber

Rheuma und Schlafstörungen – ein häufiges Zusammentreffen

40 bis 60 Prozent aller Rheumatiker leiden im akuten Stadium der Erkrankung an gestörtem Schlaf. Dies berichtet Prof. Dr. med. Geert Mayer, Facharzt für Neurologie, Epilepsie und Schlafstörungen, in der Februarausgabe der Zeitschrift mobil, der Mitgliederzeitschrift der Deutschen Rheuma-Liga. Rheuma gehe häufig mit Missempfindungen und Bewegungsunruhe oder dem Restless legs Syndrom einher.

Auch Schmerzen unterbrechen oft den Schlaf. „Kommt es trotz guter Diagnostik und Therapie der Grunderkrankung zu chronischen Ein- und Durchschlafstörungen, können sedierende Antidepressiva helfen. Sie verbessern den Schlaf und dämpfen zugleich die Schmerzen“, erklärt Prof. Geert Mayer.

Auch der Rheumakranke selbst kann einiges tun, um gut durchzuschlafen. Tagsüber sollte man sich körperlich aktiv und wach halten, so weit es eben geht. Für die Nachtruhe sollte man sich fragen, ob Wärme oder Kälte die Schmerzen beeinflussen. Außerdem gelte das bekannte Sprichwort: Wie man sich bettet, so schläft man. Physiotherapeuten können dabei unterstützen.

Diagnose Rheuma - so lässt es sich dennoch sehr gut leben

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„Viele Patienten mit Fibromyalgie oder entzündlich-rheumatischen Erkrankungen beklagen zudem auch tagsüber eine starke Müdigkeit und Erschöpfung“, berichtet Prof. Erika Gromnica-Ihle, Rheumatologin und Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. „Dieses so genannte Fatigue ist für einen Großteil der Patienten nach dem Schmerz das am meisten störende Symptom.“

In einer sechsmonatigen Analyse symptomatischer Veränderungen von über 20.000 Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) konnte nachgewiesen werden, dass die Fatigue-Symptomatik unabhängig vom übrigen erreichten Gesundheitszustand bestehen bleibt, berichten Prof. Frank Buttgereit und Dr. Jaqueline Detert von der Charité Berlin. „Die Müdigkeit bei RA-Patienten hält also an, auch wenn die Erkrankung gut behandelt ist“, informieren die Wissenschaftler im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie 2010.

Eine Klärung der grundlegenden Ursachen für Schlafstörungen und damit verbundener Müdigkeit könnte zukünftig neue therapeutische Herangehensweisen ermöglichen und helfen, die vielen Faktoren des Krankheitsbildes der RA im Zusammenspiel besser zu verstehen.

Mehr zum Thema Rheuma, Schlafstörungen und deren Zusammenhänge, sowie sehr gut erprobte und alltagstaugliche Hilfen bieten verschiedene Ratgeberbücher.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 28. April 2015 um 20:17 und abgelegt unter Durchschlafstörungen, Einschlafprobleme, Einschlafschwierigkeiten, endlich gut schlafen, endlich wieder gut schlafen, Medikamente zum schlafen, RLS - Restless Legs Syndrom, Schlafapnoe, Schlafbedürfnis, Schlafhilfen, Schlafkompression, Schlaflosigkeit, Schlafmangel, Schlafmittel, Schlafprobleme bei Kindern, Schlafresriktion, Schlafstörungen, Schlaftabletten, Schlaftipps. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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