Schlafstörungen, was tun?

Ursachen von Schlafstoerungen beseitigen und endlich wieder gut schlafen

Kann man das Schlafen auch verlernen?

Freitag 19. Juli 2013 von Schlafratgeber

Wir machen den Zeitpunkt und die Dauer des Schlafs zur Entscheidungssache und vernachlässigen dabei die innere Uhr. Das rächt sich, warnt Schlafforscher Till Roenneberg. Denn wer nicht richtig schläft, wird krank und dick.

Ob Chronobiologe Till Roenneberg das Beispiel mit der Waschmaschine wählte, weil er seinen Vortrag über natürlichen Schlaf vor lauter Frauen hielt? „Niemand würde ein Waschprogramm nach 20 Minuten stoppen, weil er der Meinung ist, das müsse jetzt genügen. Mit unserem Schlaf machen wir das ständig. Wir entscheiden, wann und wie lang wir uns Nachtruhe gönnen. Mit dem natürlichen Schlafbedürfnis hat das nichts zu tun.“

Natürlicher Schlaf verhindert Schlafstörungen

Damit hat der renommierte Schlaf-Professor vom Institut für Medizinische Psychologie an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität das Kernthema seiner aktuellen Forschung umrissen: Das moderne Arbeits- und Sozialleben diktiert unseren Rhythmus, ohne Rücksicht auf die angeborene innere Uhr und ohne Rücksicht auf das individuelle natürliche Schlafbedürfnis. „Weil wir den Kontakt zum natürlichen Schlaf verloren haben, haben 40 bis 50 Prozent der Erwachsenen Schlafprobleme.“ Nach vier bis fünf Tagen, an denen wir dann schlafen gehen, wenn wir müde sind – egal ob 20 oder 24 Uhr – und so lange schlafen, bis wir von allein aufwachen, hätte jeder Mensch seinen natürlichen Schlaf wiedergefunden.

Das Schlafen kann man verlernen...

Das Schlafen kann man verlernen…

Leider erklärt der Professor nicht, wie sich das auf Dauer sozialverträglich umsetzen ließe, wenn Frühaufsteher und Langschläfer alle dem angeborenen Rhythmus ihrer inneren Uhr folgen würden.

Zu wenig Schlaf ist Standard

Der Status quo ist jedenfalls bedenklich, folgt man Till Roenneberg, der sich seit mehr als 40 Jahren mit zirkadianen Rhythmen beschäftigt. Das sind die Muster, die die innere Uhr des Menschen bestimmen, und deren Bedeutung für Wohlbefinden und Gesundheit seiner Meinung nach sträflich vernachlässigt werden.

Im Alltag würden fast alle Menschen zu wenig schlafen. Studien zeigen eine große Diskrepanz zwischen den verschlafenen Stunden unter der Woche und an freien Tagen, wenn alle versuchen die versäumte Ruhe nachzuholen. „Und weil wir dank künstlicher Beleuchtung den Abend immer länger ausdehnen, brauchen 80 Prozent der Menschen morgens einen Wecker, um aus dem Bett zu kommen.“

Sozialer Jetlag ist gefährlich

Die Menschen geraten so in einen sozialen Jetlag, dessen gesundheitliche Risiken erst allmählich klar werden. Till Roenneberg hat das Problem in einem unterhaltsamen Buch „Wie wir ticken“ beschrieben. „Sozialer Jetlag macht uns dick, anfällig für Diabetes und Depressionen, fördert vermutlich den Konsum von Zigaretten und Alkohol und führt zu Schlaflosigkeit.

Quelle: focus.de

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 19. Juli 2013 um 13:09 und abgelegt unter Durchschlafstörungen, Einschlafprobleme, Einschlafschwierigkeiten, endlich gut schlafen, endlich wieder gut schlafen, Medikamente zum schlafen, RLS - Restless Legs Syndrom, Schlafapnoe, Schlafbedürfnis, Schlafhilfen, Schlafkompression, Schlaflosigkeit, Schlafmangel, Schlafmittel, schlafprobleme, Schlafprobleme bei Kindern, Schlafresriktion, Schlafrhytmus, Schlafstörungen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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