Schlafstörungen, was tun?

Ursachen von Schlafstoerungen beseitigen und endlich wieder gut schlafen

Jeder Zehnte leidet an Schlafstörungen

Montag 27. Oktober 2014 von Schlafratgeber

Ständige Reizüberflutungen schaden dem Schlaf, sagen Schlafmediziner. Warum Schlafstörungen der Gesundheit schaden, und wie man erholsamen Schlaf findet.

Die alljährliche Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit bringt neben dem Tag-Nacht-Rhythmus auch die Schlafqualität der Deutschen ins Gespräch. Rund zehn Prozent der Bevölkerung leiden an Ein- und Durchschlafstörungen, ein Drittel davon an einer nicht organisch bedingten Schlaflosigkeit. Dem Deutschen Ärzteblatt hat  Dr. Alfred Wiater, der Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) über Ursachen und Folgen von chronischem Schlafmangel erläutert.

Nachtarbeit schadet dem Schlaf

Die Schlafdauer sage nichts über den Erholungswert eines Schlafs aus, sagt Wiater. Wer sich beim Aufwachen wach und fit fühle, habe gut geschlafen. Schlaf sei individuell ganz unterschiedlich. Leider werde er zunehmend durch Reizeinwirkungen gestört – an erster Stelle durch Licht, durchs Internet, Social Media und Nachtarbeit, die durch die Globalisierung immer häufiger werde.

Drogen, Licht und Reizüberflutung fördern Schlafprobleme

Unzureichender, wenig erholsamer Schlaf ist laut Wiater organisch bedingt – meist durch die obstruktive  Schlafapnoe – oder nicht organisch bedingt.  Während die Schlafapnoe bei Erwachsenen mit Schlafmaske oder Zahnschiene und bei Kindern mit Teilentfernung der Gaumenmandeln und Entfernung der Rachenmandeln behandelt wird, sei der Mangel an Schlafhygiene schwieriger zu behandeln, sagt Wiater. Alkohol, Nikotin, Drogen, Medikamente und Koffein störten den Schlaf ebenso wie Lärm oder psychische Belastungen und Erkrankungen. Nach Wiaters Ansicht gibt es einen Zusammenhang von Schlaflosigkeit und Depressionen und Schlaflosigkeit und demenziellen Erkrankungen.

Endlich wieder gut schlafen

Endlich wieder gut schlafen

Schlafstörungen machen krank

Chronische Schlafstörungen machen krank:  Sie können kardiovaskuläre Erkrankungen, ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, Adipositas, sexuelle Funktionsstörungen und Einschränkungen des Immunsystems begünstigen. Auf der psychischen Ebene seien Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen und Angstzustände die Folge, bei Kindern Hyperaktivität. Das menschliche Gedächtnis konsolidiert sich im Schlaf, sagt Wiater.  Bei Schlafstörungen könnten deshalb kognitive Defizite entstehen. Kinder litten an Konzentrationsstörungen und zeigten schlechte schulische Leistungen.  Der Sekundenschlaf am Tage könne Katastrophen wie schwere Unfälle zur Folge haben.

Regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus einhalten

Um Schlaflosigkeit zu vermeiden, müsse man einen sehr regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus einhalten, empfiehlt Wiater.  Dafür solle der von außen durch Licht und Arbeit vorgegebene Zeitrahmen mit der individuellen inneren Uhr möglichst in Einklang gebracht werden. Abends sollte man auf blaues PC-Licht ebenso verzichten wie auf Bildschirm-Licht. Nikotin, Alkohol und Drogen seien ebenso tabu wie zu späte Mahlzeiten und alle Reizeinwirkungen.  Auch sportliche Aktivitäten vor dem Zubettgehen könnten den Schlaf eher behindern. Es gehe darum, sich zu entspannen. Der Schlafraum solle ruhig, dunkel und kühl sein, das Bett bequem.  Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit schaffe “unnötige chronobiologische Imbalancen”, sagt Wiater. Sich daran anzupassen dauere einige Tage.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 27. Oktober 2014 um 08:29 und abgelegt unter Durchschlafstörungen, Einschlafprobleme, Einschlafschwierigkeiten, endlich gut schlafen, endlich wieder gut schlafen, Medikamente zum schlafen, RLS - Restless Legs Syndrom, Schlafapnoe, Schlafbedürfnis, Schlafhilfen, Schlafkompression, Schlaflosigkeit, Schlafmangel, Schlafmittel, schlafprobleme, Schlafstörungen, Schlaftabletten, Schlaftipps, schnarchen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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